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Beatrix Knipping ist „Immobilienkopf des Jahres 2020“

Beatrix Knipping ist „Immobilienkopf des Jahres 2020“

Beatrix Knipping ist im Rahmen der Immobilienkonferenz Ruhr, die in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie erstmals digital stattgefunden hat, als „Immobilienkopf des Jahres 2020“ ausgezeichnet worden. Laudator Michael Schmidt-Russnak von der pbb Deutsche Pfandbriefbank begründete die Entscheidung der 20köpfigen Jury, dass sich die Markus-Bau-Geschäftsführerin in mehr als drei Jahrzehnten in besonderem Maße rund um das Thema Immobilie im und um das Ruhrgebiet herum verdient gemacht hat.

Hier die Dankesworte von Beatrix Knipping:

Sehr geehrter Herr Schmidt-Russnak,
sehr geehrter Herr Leutbecher,
meine sehr geehrten Damen und Herren,

vor genau einer Woche war ich 35 Jahre Geschäftsführerin von Markus-Bau.
Wenn mein Mann mich nicht an dieses -auch für Männer, geschweige denn für Frauen in dieser Branche- sehr seltene Jubiläum erinnert hätte, ich hätte es vermutlich gar nicht bemerkt und wäre wie immer meinen Aufgaben im Unternehmen nachgegangen. Aber er hat mich erinnert und so konnte ich -trotz des Tagesgeschäfts- doch ein bisschen über dieses Ereignis nachdenken.
Markus-Bau ist 1984 gegründet worden von meinem Vater Helmut Knipping, seines Zeichens Bauunternehmer, gemeinsam mit seinen beiden Zwillingskindern Markus und Beatrix, letztere bin bekanntermaßen ich. Während Markus, der Namensgeber des Unternehmens wurde, ein Studium des Bauingenieurwesens absolvierte, habe ich mich der Betriebswirtschaftslehre hingegeben. Insgesamt also ideale Voraussetzungen für den Beginn eines familiengeführten Bauträgerstartups in den 80er Jahren. Leider ist dann mein Bruder Markus bereits 1990 viel zu früh verstorben, den Unternehmensnamen haben wir ihm zu Ehren aber natürlich weitergeführt.

In 36 Jahren Unternehmensgeschichte sind annähernd 10.000 Wohneinheiten entwickelt, gebaut und fertiggestellt worden. Heute leben mehr als 25.000 Menschen in einer Markus-Bau-Immobilie. Das macht mich stolz, gleichzeitig auch demütig, aber vor allem dankbar! Die Hunderte Grundstücksverhandlungen, die dafür geführt wurden, die Areale , die gekauft wurden, die unzähligen Projekte, die entwickelt wurden, die zahlreichen Notarverträge, die beurkundet wurden, die unzähligen erteilten Aufträge, Verhandlungen mit Geschäftspartnern und Banken, die es teilweise schon gar nicht mehr gibt, die habe ich natürlich nicht alle alleine erbracht. Ohne meinen Ehemann an meiner Seite, und ohne meine hervorragenden und treuen Mitarbeiter im Unternehmen wäre das nicht möglich gewesen.
Zu meiner -unserer- Erfolgsgeschichte beigetragen haben aber auch unzählige Geschäftspartner wie Sparkassen und Banken, Architekten und Notare, Handwerker und Fachingenieure, Vertriebsfachleute und viele andere mehr. Die Menschen und die gemeinsame Leistung machen mich stolz, Steuerfrau eines modernen, innovativen, leistungsstarken, konkurrenzfähigen, lernenden und partnerschaftlich gut vernetzten Unternehmens sein zu können.

In den zurückliegenden mehr als drei Jahrzehnten hat es so vieles gegeben, was sich eine seit der Finanzkrise 2008 erfolgsverwöhnte Immobilienbranche gar nicht mehr vorstellen kann, was ich aber persönlich erleben konnte bzw. musste:

  • Phasen, in denen nichts verkauft wurde.
  • Vertriebe konnten sich auf den Kopf stellen, trotzdem meldete sich niemand auf eine teure Printanzeige, geschweige denn, dass jemand zum Baustellentermin bei Kaffee und Kuchen kam.
  • Zeiten, in denen keine einzige Eigentumswohnung verkauft werden konnte. Zeiten, in denen wir mehrfach umkonzipieren und umplanen mussten, um überhaupt Interesse für ein Projekt zu wecken.
  • Hochzinsphasen, die heute für Geschichten aus dem Reich der Fantasien gehalten werden können.
  • Zahlreiche Banken, die auf gar keinen Fall eine Bauträgermaßnahme finanzieren wollten.
  • Und eine Käuferschaft, die trotz der damals -aus heutiger Sicht- traumhaft günstigen Preise nicht zum Kauf zu bewegen waren aus Gründen, die gar nicht in unserem Einflussbereich lagen.
  • Die vielen schlaflosen Nächte, die das Tragen der Verantwortung in diesen 36 Jahren mit sich gebracht hat, die hatte hauptsächlich wohl ich selbst. Vielleicht deshalb, weil es für mich immer selbstverständlich war, mich verantwortlich zu fühlen für die mit meinem Unternehmen verbundenen Mitarbeiter, Käufer und Kunden, Auftragnehmer, Geschäftspartner, und meine eigene Familie. Mir war in diesen Jahren immer bewusst, dass so viele Schicksale am positiven Gelingen bei Markus-Bau hingen.

    Alles das ist eben auch ein wichtiger Teil meines langen Geschäftsführerlebens, der mich geprägt hat. Zudem ist Beständigkeit eine wichtige Leitplanke bei meinem Handeln:
    Markus-Bau ist damals als eine haftende GmbH geründet worden ist und daran hat sich bis heute nichts geändert.
    Und noch immer ist mein Bruder der Namensgeber meines Unternehmens und nicht eine englischsprachige Komposition. Zwei Facts, die unter heutigen Gesichtspunkten vielleicht nicht sexy sind, aber eben ein unverzichtbarer Teil der Unternehmensidentität.

    Den Erfolg jeden Tag immer wieder neu verdienen zu müssen und mit Risiken umzugehen, die an Stellen lauern, an denen sie trotz größter Sorgfalt nicht zu erwarten sind, haben mich bis zum heutigen Tag nicht anstrengungsarm werden lassen.

    Die Zuerkennung des Innovationspreises „Immobilienkopf des Jahres“ bedeutet mir sehr viel und ich bedanke mich herzlich bei der pbb Deutsche Pfandbriefbank und der Jury, die sich für mich entschieden hat. Voraussetzung für den Preis ist bekanntlich, dass man sich in besonderem Maße rund um das Thema Immobilie im und um das Ruhrgebiet herum verdient gemacht hat. Wenn mir das gelungen sein sollte, dann habe ich offenbar vieles richtig gemacht in meinem Berufsleben.

    Vielleicht wurde mir diese Ehre auch deshalb zuteil, weil ich womöglich so ein Unikat bin als Frau, die in einer männerdominierten Branche einem solchen Unternehmen nicht nur vorsteht, sondern dieses auch selber noch vor 36 Jahren gegründet hat, immer noch aktiv im operativen Geschäft tätig ist, und kontinuierlich in diesen langen Jahren am Markt präsent war.
    Markus-Bau ist Mitten im Ruhrgebiet in Bochum zuhause. Das Ruhrgebiet ist eine starke und zukunftsfähige Metropole, die sich leider viel zu oft unter Wert verkauft. Wir sollten nicht auf unsere Schuhspitzen schauen, wenn wir nach unserer Herkunft gefragt werden. Ich finde, wir können uns erhobenen Hauptes jedem Vergleich stellen. Und genau das ist der Antrieb für mich und für Markus-Bau, auch in Zukunft bei unseren Projekten auf das Ruhrgebiet zu setzen.

    Vielen Dank für die Auszeichnung und vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit

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